Wissen

Wissen - Fragensammlung

Was kann ich in meinem Garten tun?
  • Möglichst vielfältige Strukturen schaffen: Totholz, Teich, Trockenstandort, Natursteinmauer, Blühweide, offenerdige Standorte etc.
  • Keine Pestizide verwenden
  • Heimische Pflanzen verwenden - keine Sorten mit gefüllten Blüten oder Hybride!
  • Regionales Saatgut verwenden
  • Wildbienennisthilfen aufstellen und offenerdige/sandige Stellen an besonnten Standorten offen halten (75% der Wildbienenarten graben sich ihre Nistgänge in den Boden)
  • Einen Kompost anlegen
  • Pflanzenstängel bis ins Frühjahr des nächsten Jahres stehen lassen (viele Wildbienen legen dort ihre Eier ab; die verpuppten Larven schlüpfen meist erst nach einem Jahr.)
  • Eine artenreiche Blühwiese anlegen (nur 1-2 mal im Jahr mähen)
  • Totholz liegen lassen
  • Eine Kräuterspirale anlegen (viele Küchenkräuter haben sehr nektarreiche Blüten)
  • Bepflanzte Natursteinmauern anlegen
  • Abbruchkanten im Boden schaffen
Wo kaufe ich Saatgut?

Keine fertigen Saatgutmischungen aus dem Baumarkt/Supermarkt kaufen – diese enthalten oft nichtheimische Arten und Saatgut, das meist im Ausland produziert wurde.

Rieger Hofmann GmbH bietet Saatgut aus verschiedenen Produktionsräumen innerhalb Deutschlands an. Für unter 10 € kann man eine regionale und hochqualitative Saatgutmischung heimischer nektarreicher Blühpflanzen erwerben und 10 m² Schmetterlings-/Wildbienensaum anlegen.

Saaten Zeller bietet regionales Saatgut „Veitshöchheimer Bienenweide“ für die Großregionen Nord-Ost, Nord-West und Süd Deutschlands an. Dieses besteht aus über 40 blüten- und nektarreichen Wild- und Kulturpflanzen.

Welche nektarreichen heimischen Pflanzen bekomme ich im Baumarkt?

Frühjahrsblüher

  • Echte Schlüsselblume – Primula veris
  • Geflecktes Lungenkraut - Pulmonaria officinalis
  • Gewöhnliches Leberblümchen - Hepatica nobilis
  • Traubenhyazinthen – Muscari
  • Frühlings-Krokus - Crocus vernus

Sommerblüher

  • Matricaria chamomilla – Echte Kamille (einjährig – als Saatgut)
  • Acker Ringelblume – Calendula arvensis (einjährig – als Saatgut)
  • Natternkopf – Echium vulgare (meist mehrjährig) -> fraglich ob im Baumarkt erhältlich
  • Färberkamille – Anthemis tinctoria -> fraglich ob im Baumarkt erhältlich
  • Heilziest – Stachys officinalis
  • Herzgespann – Leonurus cardiaca
  • Tauben-Skabiose - Scabiosa columbaria
  • Echter Beinwell - Symphytum officinale
  • Große Fetthenne - Hylotelephium telephium
  • Echter Eibisch - Althaea officinalis
  • Edel-Gamander – Teucrium chamaedrys

Herbstblüher

  • Raublatt-Aster - Aster novae-angliae
  • Glattblattaster - Aster novi-belgii
  • Topinambur - Helianthus tuberosus
  • Besenheide – Calluna vulgaris

Küchenkräuter

  • Echter Salbei – Salvia officinalis
  • Oregano – Origanum vulgare
  • Schnittlauch - Allium schoenoprasum
  • Ysop – Hyssopus officinalis
  • Zitronenmelisse – Melissa officinalis
  • Echter Thymian – Thymus vulgaris
  • Echter lavendel - Lavandula angustifolia

Strauch

  • Sommerflieder (Schmetterlingsstrauch) – Buddleja davidii
Wie baue ich ein Insektenhotel?

Das ist wichtig:

  • Unterschiedliche „Höhlen“-Größen anbieten: 3 mm – 10 mm Durchmesser und ca. 10 cm Länge (hinten verschlossen)
  • Robustes Gehäuse, das mehrere Jahre im Freien überdauern kann
  • Inhalt sollte austauschbar sein
  • Saubere, glatte und splitterfreie Kanten
  • Bevorzugt werden an der Rückseite abgeschlossene Röhren
  • Eine kleine Überdachung schützt den Inhalt vor schneller Verwitterung, sollte die Sonne aber nicht zu lange abhalten

 

Womit befüllt man ein Insektenhotel:

  • Am besten Hartholz verwenden, dass ins Längsholz angebohrt wird (Esche, Buche, Eiche etc.)
  • Schilfstängel
  • Bambusstängel
  • Ausgebohrte Holunder- und Forsythienäste (Mark durch einbohren entfernen)
  • Angebohrte Vollziegel
  • Lehmiger Sand (4 Teile feinster Spielsand zu 1 Teil strohfreier Oberputzlehm)
  • Andere hohle Stängel

 

Das sollte vermieden werden:

  • Imprägniertes oder lackiertes Holz (enthält Giftstoffe)
  • Feuchtestauendes Material (Plastik oder Gummirohre)
  • Stirnholz anbohren

 

Wo stellt man ein Insektenhotel auf?

  • Möglichst in Südausrichtung und an sonnenbeschienen Orten
  • Ungefähr auf Brusthöhe aufstellen (bei höheren Lagen wird der Energieaufwand für die Insekten größer)
  • Die Einflugschneise sollte möglichst frei sein
  • Es sollten nektarreiche Blühpflanzen in der Nähe sein (Wildbienen haben einen Aktionsradius von 50-300 m)

 

Bauanleitungen und weitere Infos auch unter:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html

https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen/baumarktgrauen/

Sind Wildbienen gefährlich? Stechen Wildbienen?
  • Der Stachel ist ursprünglich aus dem Eilegeapparat entstanden, deshalb können nur Weibchen stechen.
  • Wildbienen bilden keine Staaten und sind deshalb weniger „stechlustig“ als ihre sozialen Verwandten (v.a. Honigbienen und Hummeln).
  • Wildbienen sind zumeist erheblich kleiner als Honigbienen, dementsprechend klein und weniger spürbar ist der Stachel.
Verkauft „Summer in der City e.V.“ Insektenhotels?

Nein, wir sind eine ehrenamtliche Organisation. Wir finanzieren uns durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, um die Materialkosten zu decken und weitere Insektenhotels bauen zu können. Diese stellen wir an strukturreichen Blühflächen auf.